Wohnungsneubau in Deutschland – bei den einen herrscht Mangel, bei den anderen Leerstand

Während in Hamburg sechzig Leute gespannt auf die offene Besichtigung einer 28 m²-Wohnung aus den 60er Jahren mit Nachtspeicherheizung warten, steht in Sachsen-Anhalt mehr als jede zehnte Immobilie leer. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen berichtet, dass 2011 voraussichtlich 178.500 Neubauten fertig gestellt werden, das sind 13.000 mehr als im Jahr 2010. Die Baubranche denkt allerdings, dass diese Steigerung nicht ausreicht.

Die Neubauten entstehen vor allem in Regionen, in denen Wohnungsknappheit herrscht, also zum Beispiel in den Regionen Berlin, Rhein/Ruhr, Köln/Bonn und Hamburg. Aber gerade in diesen Ballungszentren mangelt es an bezahlbaren Wohnungen für Geringverdiener, für die ein Ende des Wohnungsmangels noch nicht abzusehen ist.

Paradoxerweise stehen in anderen Teilen der Bundesrepublik Deutschland viele Immobilien leer. Am höchsten ist die Leerstandsquote in Sachsen-Anhalt mit knapp 13 % laut dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Im benachbarten Sachsen stehen fast 11 % der Immobilien leer und in Thüringen sind es etwa 9 %. Die Leerstandsquoten werden aufgrund des demographischen Wandels in Deutschland vermutlich weiter steigern. Auch in den übrigen Bundesländern wird daher die Anzahl der Haushalte zurückgehen, das schätzt zumindest das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Ein geringer Trost für die neunundfünfzig Menschen, die die Wohnung in Hamburg nicht bekommen haben und auf eine neue Chance bei der nächsten Besichtigung warten müssen.

Auf der Website Neubauimmobilien von Immonet finden Sie weitere Informationen zu aktuellen Neubauprojekten aus ganz Deutschland.

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