Fachleute sprechen von einer “neuen Flucht in Sachwerte” – Grundstücke sind in Fürth bereits Mangelware.
Erst mussten Industrieunternehmen gerettet werden, dann Banken, inzwischen ganze Staaten. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise greift um sich, und sie schürt Zukunftsängste. Um der gefürchteten Geldabwertung und den Machenschaften von Börsenspekulanten zu entgehen, legen viele Menschen ihr Geld in Immobilien an. Auch in Fürth boomt das Geschäft mit Grundstücken, Häusern und Wohnungen.
FÜRTH — Anruf bei der Fürther Sparkasse. Im lockenden Warteschleifen-Singsang schlägt eine Frauenstimme vor, man möge mit der Riester- Rente fürs Alter vorsorgen. Bei vielen Anrufern dürfte das in ein Ohr reinund zum andern wieder rausgehen. Sie wollen handfeste Werte.
2009, sagt Vorstandsvorsitzender Hans Wölfel, sei seit Jahrzehnten „das beste Jahr“ im Vermittlungsgeschäft gewesen. 200 Objekte habe die Immobilienabteilung an den Mann gebracht. Das neue Jahr lässt sich noch vielversprechender an. Verglichen mit 2009 registriert Wölfel in den ersten fünf Monaten eine Steigerung um 20 Prozent, hochgerechnet aufs Jahr wären das 250 Vermittlungen. Allein in Egersdorf-Nord, dem großen Neubaugebiet am Rand von Cadolzburg, habe man 130 Grundstücke in nur zwei Jahren verkauft — der Hälfte der kalkulierten Zeitspanne. (weiterlesen…)


